Wie ein Fluch: Schon wieder fehlt dem TSB Gmünd ein einziges Tor

Zum dritten Mal in Folge verliert der TSB Gmünd hauchdünn. Trotz großer Moral unterliegen die „Jets“ dem Tabellendritten SV Kornwestheim mit 35:36 (18:16). Der Stolz über die eigene Leistung ist da – doch erneut bleibt das bittere Gefühl über verpasste Punkte für den Klassenerhalt.
 
Die Krimis am späten Samstagabend ist das treue Gmünder Publikum längst gewöhnt. Dass der TSB dabei immer wieder mit leeren Händen dasteht, wird dagegen allmählich zur bitteren Gewohnheit. Nach den Niederlagen gegen Pforzheim/Eutingen (26:27) und in Würzburg (24:25) fehlte den Jets auch gegen den Tabellendritten aus Kornwestheim nur ein einziges Tor zum Punktgewinn. Und das, obwohl die Gmünder dem amtierenden Meister über weite Strecken einen heißen Schlagabtausch lieferten.
 
Dabei verschlief der TSB zunächst den Start. Nach dem 1:0 durch Tom Abt (2.) zogen die Gäste schnell auf 2:5 davon. Viele einfache Ballverluste ermöglichten Kornwestheim immer wieder schnelle Gegenstöße. Auch zwei frühe Zeitstrafen brachten die Gmünder aus dem Rhythmus. Beim 4:8 nach zehn Minuten schien der Favorit bereits davonzuziehen.
Doch die Jets kämpften sich zurück in die Partie. Das Spiel mit vier Rückraumspielern fruchtete immer besser, weil der TSB ruhiger und präziser agierte und damit auch die zuletzt vermisste Durchschlagskraft entwickelte. Stefan Scholz verkürzte mit einem sehenswerten Unterarmwurf auf 7:9 (13.), Niklas Burtsche glich wenig später zum 10:10 aus (15.). Der linke Flügelspieler blieb gewohnt treffsicher und brachte seine Mannschaft beim 13:12 (22.) erstmals in Führung. In dieser Phase trug sich auch Torwart Fabian Bauer mit einem Fernwurf erstmals in die Torschützenliste ein. Plötzlich lief es beim TSB: Die Gmünder setzten sich zwischenzeitlich auf drei Tore ab und gingen mit einer verdienten 18:16-Führung in die Kabine.
 

Der TSB verlangt dem Meister alles ab

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSB zunächst am Drücker. Bauer traf zum zweiten Mal und erhöhte auf 21:18 (35.). Besonders der jüngste Gmünder, Lenny Schwenk, überzeugte mit starken Abwehraktionen und wichtigen Treffern. Es war eine von vielen starken Einzelleistungen in einem insgesamt geschlossenen Mannschaftsauftritt.
Kornwestheim ließ sich allerdings nicht abschütteln. Beim 23:23 (38.) war der Ausgleich hergestellt, doch die Jets antworteten prompt. Kai Schäffner und Tom Abt sorgten dafür, dass der TSB beim 27:24 (43.) wieder drei Tore vorne lag. Die Gäste blieben jedoch hartnäckig und kamen beim 28:28 (46.) erneut zurück. Von da an entwickelte sich der angekündigte Krimi, der die 900 Zuschauer in der Großen Sporthalle bis zur letzten Sekunde fesselte.
 
Zunehmend machte sich die individuelle Qualität des Spitzenteams bemerkbar. Bei Kornwestheim übernahm zunehmend der junge Finn Joneleit Verantwortung und setzte immer wieder Top-Torjäger Felix Kazmeier in Szene. Der traf am Ende unglaubliche 17-mal, darunter alle sieben Siebenmeter. Auch kleine, ärgerliche Momente spielten den Gästen in die Karten: Ein Gmünder Wurf, der offenbar bereits hinter der Torlinie war, fand keine Anerkennung. Kurz darauf drehte Kornwestheims Linksaußen Marco Lantella die Partie mit einem Gegenstoß zum 29:30 (49.).
Der TSB ließ sich davon nicht entmutigen. Tom Abt und Kai Schäffner hielten die Jets im Spiel, beim 32:32 (51.) war erneut alles offen. Doch Kazmeier traf weiter nach Belieben und stellte mit zwei Treffern innerhalb von knapp zwei Minuten auf 33:35 (55.). Auch dieser Rückstand brachte die Gmünder nicht zu Fall. Abt verkürzte auf 34:35, ehe Tim Zeppmeisel für Kornwestheim erneut auf zwei Tore erhöhte. Arian Pleißner tankte sich entschlossen durch und stellte mit seinem Treffer zum 35:36 (58.) den Anschluss her.
 

Bauer hält den TSB im Spiel – doch der letzte Wurf sitzt nicht

Was folgte, war der gewohnt dramatische – und aus Gmünder Sicht bittere – Schlussakkord. Fabian Bauer hielt seine Mannschaft mit zwei herausragenden Paraden im Spiel. Erst reagierte er im Sprung mit den Beinen gegen den freigespielten Kreisläufer Moritz Lanig. Nur 30 Sekunden später verlor der TSB den Ball, Kazmeier lief frei auf das Gmünder Tor zu – doch erneut war Bauer zur Stelle. Auch den nächsten Rückraumwurf des Top-Torjägers parierte der Schlussmann, nachdem Kornwestheim bereits ins Zeitspiel geraten war.
Rund 30 Sekunden blieben den Jets für den letzten Angriff. Aaron Fröhlich nahm die Auszeit, um die entscheidende Aktion vorzubereiten. Doch die große Idee wollte sich nicht mehr finden. Pleißner suchte im Eins-gegen-eins den Weg zum Tor, wurde aber abgedrängt. Kornwestheims Torwart Niko Henke parierte. Die Sekunden tickten herunter, der letzte verzweifelte Versuch von Tom Abt landete schließlich im Block der Gäste. Dann waren die Zeit vorüber – und erneut jubelte der Gegner.
 
So bleibt dem TSB nach einer grandiosen Leistung wieder nur die Anerkennung für einen starken Auftritt. Vielleicht kommt die kurze Spielpause gerade recht, um den nächsten bitteren Rückschlag zu verarbeiten. Erst in zwei Wochen geht es für die Jets weiter: Am 15. November (17 Uhr) gastiert der TSB beim HBW Balingen-Weilstetten II.
Zum dritten Mal in Folge verliert der TSB Gmünd hauchdünn. Trotz großer Moral unterliegen die „Jets“ dem Tabellendritten SV Kornwestheim mit 35:36 (18:16). Der Stolz über die eigene Leistung ist da – doch erneut bleibt das bittere Gefühl über verpasste Punkte für den Klassenerhalt.
 
Die Krimis am späten Samstagabend ist das treue Gmünder Publikum längst gewöhnt. Dass der TSB dabei immer wieder mit leeren Händen dasteht, wird dagegen allmählich zur bitteren Gewohnheit. Nach den Niederlagen gegen Pforzheim/Eutingen (26:27) und in Würzburg (24:25) fehlte den Jets auch gegen den Tabellendritten aus Kornwestheim nur ein einziges Tor zum Punktgewinn. Und das, obwohl die Gmünder dem amtierenden Meister über weite Strecken einen heißen Schlagabtausch lieferten.
 
Dabei verschlief der TSB zunächst den Start. Nach dem 1:0 durch Tom Abt (2.) zogen die Gäste schnell auf 2:5 davon. Viele einfache Ballverluste ermöglichten Kornwestheim immer wieder schnelle Gegenstöße. Auch zwei frühe Zeitstrafen brachten die Gmünder aus dem Rhythmus. Beim 4:8 nach zehn Minuten schien der Favorit bereits davonzuziehen.
Doch die Jets kämpften sich zurück in die Partie. Das Spiel mit vier Rückraumspielern fruchtete immer besser, weil der TSB ruhiger und präziser agierte und damit auch die zuletzt vermisste Durchschlagskraft entwickelte. Stefan Scholz verkürzte mit einem sehenswerten Unterarmwurf auf 7:9 (13.), Niklas Burtsche glich wenig später zum 10:10 aus (15.). Der linke Flügelspieler blieb gewohnt treffsicher und brachte seine Mannschaft beim 13:12 (22.) erstmals in Führung. In dieser Phase trug sich auch Torwart Fabian Bauer mit einem Fernwurf erstmals in die Torschützenliste ein. Plötzlich lief es beim TSB: Die Gmünder setzten sich zwischenzeitlich auf drei Tore ab und gingen mit einer verdienten 18:16-Führung in die Kabine.
 

Der TSB verlangt dem Meister alles ab

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSB zunächst am Drücker. Bauer traf zum zweiten Mal und erhöhte auf 21:18 (35.). Besonders der jüngste Gmünder, Lenny Schwenk, überzeugte mit starken Abwehraktionen und wichtigen Treffern. Es war eine von vielen starken Einzelleistungen in einem insgesamt geschlossenen Mannschaftsauftritt.
Kornwestheim ließ sich allerdings nicht abschütteln. Beim 23:23 (38.) war der Ausgleich hergestellt, doch die Jets antworteten prompt. Kai Schäffner und Tom Abt sorgten dafür, dass der TSB beim 27:24 (43.) wieder drei Tore vorne lag. Die Gäste blieben jedoch hartnäckig und kamen beim 28:28 (46.) erneut zurück. Von da an entwickelte sich der angekündigte Krimi, der die 900 Zuschauer in der Großen Sporthalle bis zur letzten Sekunde fesselte.
 
Zunehmend machte sich die individuelle Qualität des Spitzenteams bemerkbar. Bei Kornwestheim übernahm zunehmend der junge Finn Joneleit Verantwortung und setzte immer wieder Top-Torjäger Felix Kazmeier in Szene. Der traf am Ende unglaubliche 17-mal, darunter alle sieben Siebenmeter. Auch kleine, ärgerliche Momente spielten den Gästen in die Karten: Ein Gmünder Wurf, der offenbar bereits hinter der Torlinie war, fand keine Anerkennung. Kurz darauf drehte Kornwestheims Linksaußen Marco Lantella die Partie mit einem Gegenstoß zum 29:30 (49.).
Der TSB ließ sich davon nicht entmutigen. Tom Abt und Kai Schäffner hielten die Jets im Spiel, beim 32:32 (51.) war erneut alles offen. Doch Kazmeier traf weiter nach Belieben und stellte mit zwei Treffern innerhalb von knapp zwei Minuten auf 33:35 (55.). Auch dieser Rückstand brachte die Gmünder nicht zu Fall. Abt verkürzte auf 34:35, ehe Tim Zeppmeisel für Kornwestheim erneut auf zwei Tore erhöhte. Arian Pleißner tankte sich entschlossen durch und stellte mit seinem Treffer zum 35:36 (58.) den Anschluss her.
 

Bauer hält den TSB im Spiel – doch der letzte Wurf sitzt nicht

Was folgte, war der gewohnt dramatische – und aus Gmünder Sicht bittere – Schlussakkord. Fabian Bauer hielt seine Mannschaft mit zwei herausragenden Paraden im Spiel. Erst reagierte er im Sprung mit den Beinen gegen den freigespielten Kreisläufer Moritz Lanig. Nur 30 Sekunden später verlor der TSB den Ball, Kazmeier lief frei auf das Gmünder Tor zu – doch erneut war Bauer zur Stelle. Auch den nächsten Rückraumwurf des Top-Torjägers parierte der Schlussmann, nachdem Kornwestheim bereits ins Zeitspiel geraten war.
Rund 30 Sekunden blieben den Jets für den letzten Angriff. Aaron Fröhlich nahm die Auszeit, um die entscheidende Aktion vorzubereiten. Doch die große Idee wollte sich nicht mehr finden. Pleißner suchte im Eins-gegen-eins den Weg zum Tor, wurde aber abgedrängt. Kornwestheims Torwart Niko Henke parierte. Die Sekunden tickten herunter, der letzte verzweifelte Versuch von Tom Abt landete schließlich im Block der Gäste. Dann waren die Zeit vorüber – und erneut jubelte der Gegner.
 
So bleibt dem TSB nach einer grandiosen Leistung wieder nur die Anerkennung für einen starken Auftritt. Vielleicht kommt die kurze Spielpause gerade recht, um den nächsten bitteren Rückschlag zu verarbeiten. Erst in zwei Wochen geht es für die Jets weiter: Am 15. November (17 Uhr) gastiert der TSB beim HBW Balingen-Weilstetten II.

TSB Jets – SV Kornwestheim 35:36 (18:16)

TSB: Fabian Bauer (2), Daniel Mühleisen – Niklas Burtsche (9/3), Tom Abt (7), Kai Schäffner (4), Wolfgang Bächle (3), Lenny Schwenk (3), Stefan Scholz (3), Arian Pleißner (3), Jonas Waldenmaier (1), Sören Winger, Christian Waibel, Agustin Ortlieb Basualdo, Andreas Maier, Nils Eilers
SVK: Jan Tinti, Niko Henke – Felix Kazmeier (17/7), Moritz Lanig (5), Marco Lantella (4), Tim Zeppmeisel (3), Finn Joneleit (3), Lukas Reu (2), Christopher Tinti (1), Jan Kägler (1), Jan Reusch, Toni Luithardt, Jan Döll, Marvin Bahmann
Siebenmeter: TSB 3/4 – SVK 7/7
Zeitstrafen: TSB 14 Minuten – SVK 10 Minuten
Schiedsrichter: Oliver Muttach (TuS Ringsheim), Nick Schillinger (SG Köndringen/Teningen)
Zuschauer: 900
 

„Der Sport ist nicht immer fair“ – Stimmen zum Spiel

Aaron Fröhlich, TSB-Trainer: „Wir haben im Angriff einen ganz großen Schritt nach vorne gemacht und uns gegen die vielleicht beste Mannschaft der Liga über 60 Minuten gute Aktionen herausgespielt. Dass wir defensiv nicht noch besser waren, liegt auch an der hohen Qualität des Gegners. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung und habe viele tolle Einzelleistungen gesehen. Heute hatten wir das Gefühl, dass wir das eine Tor besser waren, aber in den entscheidenden Momenten lief die eine oder andere Aktion nicht für uns. Kein Vorwurf an meine Mannschaft, sondern ein Lob in alle Richtungen. Wir nehmen viel Rückenwind mit. Das Spiel kann ein Orientierungspunkt sein, dass wir konkurrenzfähig sind und die Punkte holen können.“
 
Dr. Alexander Schurr, SVK-Trainer: „Wir sind der glückliche Sieger. Es war ein sehr kämpferisches Spiel, zwei Mannschaften haben sich wenig geschenkt. Es hätte auch umgekehrt ausgehen können, es sind die Kleinigkeiten. Wenn der TSB so weitermacht, werden die Punkte kommen. Auch meine Mannschaft hat ein großes Lob verdient. In der Halbzeit hingen die Köpfe, aber dass sich die Spieler noch einmal hochrappeln und zurückbeißen, zeichnet uns aus. Wir freuen uns über zwei glückliche Punkte.“
 
Fabian Bauer, TSB-Tormann: „Wir haben es gut gemacht und Kornwestheim das Leben extrem schwer gemacht. Wir haben sie gezwungen, hier alles zu geben, und uns im Angriff richtig gut freigespielt. Damit haben wir gezeigt, dass wir uns auch vor einem Meister nicht verstecken müssen. Natürlich ist es extrem bitter, denn vom Gefühl her waren wir die bessere Mannschaft und hätten wenigstens ein Unentschieden verdient gehabt. So schwer es klingt: Es ist immer noch besser, mit einem Tor als mit zehn Toren Unterschied zu verlieren, weil wir sehen, wie nah wir dran sind.“
 
Kai Schäffner, TSB-Rückraumspieler: „Im Moment ist es total bitter, weil wir uns jede Woche komplett kaputt machen, Top-Leistungen zeigen und uns am Ende nicht mit Punkten belohnen. Gegen eine richtig abgezockte Truppe wie Kornwestheim fehlt dann eine oder andere Aktion vorne und die bessere gegenseitige Unterstützung in der Abwehr. Es ist so wenig, das uns fehlt. Ich bin mir sicher, dass wir irgendwann belohnt werden. Wir sind stolz auf unsere Leistung und wissen, dass wir absolut richtig sind in der Liga.“
 
Fynn Nicolaus, Bundesligaspieler der SG BBM Bietigheim: „Ein Unentschieden wäre für den TSB verdient gewesen, aber unser Sport ist nicht immer fair. In der letzten Aktion war das kein schlauer Wurf, da hätte man eine bessere Chance kreieren können. Der TSB darf die Niederlage nicht zu tief in die Köpfe eindringen lassen und muss den Fokus auf das nächste Spiel legen. Kornwestheim hat vor allem hinten raus seine Routine und Abgezocktheit gezeigt, kaum Fehler gemacht und viel erzwungen. Genau das macht eine Spitzenmannschaft aus.“
(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)