Der TSB Gmünd II kassiert mit dem 25:27 (11:15) gegen den Tabellennachbarn HC Oppenweiler/Backnang II seinen bislang schmerzhaftesten Tiefschlag. Nach einer Flut an Fehlwürfen und einer enttäuschenden Vorstellung bleiben die Jets zum achten Mal in Folge sieglos – die Angst vor einem erneuten Abstieg wächst.

Das dramatische 33:33-Remis eine Woche zuvor bei der HSG Bargau/Bettringen II hat sich nicht als der erhoffte Wendepunkt erwiesen. Stattdessen boten die Gmünder in ihrem nächsten "Do-or-Die-Spiel" eine ganz dürftige Leistung, ließen die nötige Körpersprache vermissen und wachten nach einer verheerenden Fehlerkette zu spät auf. Nur ein Punkt aus zwei Spielen gegen die direkte Konkurrenz – das ist zu wenig im Abstiegskampf, wie auch Patrick Schamberger weiß. Der 40 Jahre alte Spielertrainer hatte die Gründe schnell ausgemacht: "So viel haben wir noch in keinem anderen Spiel verworfen und das sorgt natürlich für Unsicherheit."

Das dramatische 33:33-Remis eine Woche zuvor bei der HSG Bargau/Bettringen II hat sich nicht als der erhoffte Wendepunkt erwiesen. Stattdessen boten die Gmünder in ihrem nächsten "Do-or-Die-Spiel" eine ganz dürftige Leistung, ließen die nötige Körpersprache vermissen und wachten nach einer verheerenden Fehlerkette zu spät auf. Nur ein Punkt aus zwei Spielen gegen die direkte Konkurrenz – das ist zu wenig im Abstiegskampf, wie auch Patrick Schamberger weiß. Der 40 Jahre alte Spielertrainer hatte die Gründe schnell ausgemacht: "So viel haben wir noch in keinem anderen Spiel verworfen und das sorgt natürlich für Unsicherheit."
Weder die stehende Abwehr noch die angespannte Personalsituation sollten als Alibi herhalten. Zäh lief bereits der Beginn, dennoch gab der TSB nach einem Tempogegenstoß von Noel Reibstein zum 6:4 (8.) zunächst die Richtung vor. Immer wieder setzten die Gastgeber ihren Rückraumshooter Jonathan Leichs in Position. Als das Angriffsspiel ins Stocken geriet und sich die einfachen Fehler häuften, war es zunächst Torwart Tizian Daubner, der die knappe Führung bewahrte. Nach Leichs fünften Treffer zum 11:10 (25.) allerdings ging der Rhythmus völlig verloren.

Beim TSB klappte offensiv fast gar nichts mehr, zwischen der 20. und der 40. Minute gelangen nur mickrige vier Treffer. Symbolisch waren zwei vergebene Doppelchancen, als sowohl Leichs aus dem Rückraum und Reibstein von Rechtsaußen von Torwart oder Pfosten verzweifelten. Der HC Oppenweiler/Backnang III nutzte dies, schaltete schnell um und hatte die Partie schon vor der Pause auf 11:15 umgebogen. Mit einem Distanzwurf zum 13:16 (34.) belebte Rückhalt Tizian Daubner sein Team erst wieder. Doch weil sein Gegenüber Marcel Wolf einen Sahnetag erwischt hatte und TSB-Spielmacher Sebastian Wittek wegen eines Gesichtstreffers für zwei Minuten auf die Bank musste, war die Gmünder Hoffnung beim 14:20 (40.) scheinbar schon erloschen.
Zwar bäumten sich die Jets noch einmal auf, brachten sich aber durch eigene Fehler immer wieder aus dem Tritt. Felix Daubner vergab seinen zweiten Siebenmeter in Folge, weil HCOB-Keeper Wolf einfach auf der Torlinie stehen blieb. Nach zwei Ballgewinnen verkürzten Kai Kiesel und Daubner auf 19:22 (50.), doch der TSB nutzte das Momentum nicht und geriet schnell wieder mit fünf Toren ins Hintertreffen. Bis zum Schluss blieb die Abschlussquote das große Problem. Paul Fritz traf vom rechten Flügel bloß Aluminium, Schamberger scheiterte beim Stand von 22:25 ebenfalls am starken Wolf. Eine offene Manndeckung und die letzten beiden Tore zum 25:27-Endstand kamen zu spät.

Eine Niederlage, die das TSB-Perspektivteam richtig schmerzt und dem Trainer viel mentale Aufbauarbeit abverlangt. "Das muss jetzt aus den Köpfen raus", fordert Schamberger. "Unterm Strich haben wir noch immer sieben Spiele, in denen wir punkten können." Das erste davon am kommenden Samstag (20 Uhr / Gemeindehalle Hohenacker) ist ein echtes Schlüsselspiel beim SV Hohenacker-Neustadt – der Tabellendrittletzte aus Gmünd (14:24 Punkte) zu Gast beim Vorletzten (13:25). Angesichts von bis zu fünf drohenden Abstiegsplätzen müssen die Gmünder einen Rückstand von zwei Zählern aufholen. Keine unmögliche, aber eine immer schwerer werdende Aufgabe. "Wir sind noch nicht erledigt", weckt Schamberger den Kampfgeist in seiner Truppe: "Wir haben alles selbst in der Hand – aber wir müssen die Buden machen."
TSB II: T. Daubner, Immer – F. Daubner (8/2), J. Leichs (7), Oktay (3/1), Wittek (2), Reibstein (2), Schamberger (1), P. Fritz (1), Kiesel (1), Wild, Fischer, Wollmann, Leitner

(Text und Bilder: Nicolas Schoch)







































