Als Dragos Oprea den TSB Gmünd 2022 verließ, war die 3. Liga noch ein ferner Traum. Am Sonntag trifft der frühere Trainer auf seinen Ex-Verein – und staunt über dessen Entwicklung. Mit den Wölfen Würzburg verfolgt der 44-Jährige allerdings weitaus höhere Ziele und will die Gmünder gar nicht erst an Zählbarem schnuppern lassen.

Es ist ein Wiedersehen, auf das Dragos Oprea mit großer Vorfreude blickt. Dass er dem TSB Gmünd in der 3. Liga gegenüberstehen würde, war bei seinem Abschied vor vier Jahren als Tabellenfünfter der Oberliga nicht abzusehen. „Damals war der TSB vielleicht noch nicht bereit für diesen Schritt“, sagt der 44-Jährige und verweist darauf, dass sich der Neuling seinen Respekt bereits verdient hat: „Ich verfolge das sehr viel und gerne und bin mir sicher, dass Gmünd noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist.“ Acht Spieler aus Opreas Zeit sind noch heute an Bord, angeführt vom damaligen Spielmacher und heutigen Trainer Aaron Fröhlich. Für dessen Arbeit Oprea nur ein Wort findet: Hochachtung.
Für den langjährigen Bundesligaspieler war Gmünd ein Sprungbrett. Nach zwei Jahren war er zum Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim gewechselt, musste dort allerdings noch vor Saisonende gehen. Anschließend übernahm er die U19 des TVB Stuttgart, hospitierte parallel bei Bundesliga-Trainer Misha Kaufmann und erwarb die A-Trainerlizenz. Ein Prozess, der ihm einiges abverlangte, auf den er aber stolz ist. Dazu gehört auch eine Erkenntnis, die er heute seinen Spielern vermittelt: „Wichtig ist, was ich von meinen Spielern auch verlange: Fehler darf und soll man machen, nur nicht die gleichen Fehler wiederholen.“
200 Kilometer zwischen Trainerjob und Familie
Nachdem sich die Wölfe Würzburg überraschend von Trainer Heiko Karrer getrennt hatten, übernahm Oprea am 1. Juli das Kommando am Main. Er habe Angebote aus der Schweiz, Österreich und Deutschland gehabt, erzählt er – teilweise auch finanziell durchaus attraktiv. Doch für den nächsten Karriereschritt musste für ihn mehr stimmen als das Gehalt. Würzburg will sich sportlich und strukturell weiterentwickeln, bietet professionelle Trainingsbedingungen und ist auch im medizinischen Bereich gut aufgestellt. Für den ambitionierten Trainer ist es eine Aufgabe, in der er sich entfalten und seine Ideen umsetzen kann.

Wenngleich die neue Aufgabe auch einen persönlichen Einschnitt bedeutet. Erstmals ist Oprea knapp 200 Kilometer entfernt von seiner Frau Katja und Sohn Loui in Göppingen. „Wichtig ist, dass sie dahinterstehen und meine Ziele unterstützen“, sagt Familienmensch Oprea, der parallel immer noch für die Deutsche Kinderhandball Akademie in der Organisation von Trainingscamps tätig ist. Ich war drei, vier Wochen am Stück gar nicht zu Hause, weil ich hier präsent sein und den gesamten Verein voranbringen möchte.“
Ein Neuaufbau mit hohen Ansprüchen
„Der Verein will wieder dahin, wo er schon mal war und wo er vom Gesamtpaket auch hingehört“, erklärt Oprea. Von 2013 bis 2023 spielte Würzburg, damals noch unter dem Namen DJK Rimpar, in der 2. Bundesliga. Der Weg zurück ins Unterhaus ist allerdings kein kurzfristiges Versprechen. Zunächst muss die Mannschaft zusammenwachsen. Neben Neuzugängen setzt Oprea auf die bessere Verzahnung mit der Zweiten und die Integration junger Spieler. „Es bringt nichts, wenn sich nur der Trainer bewegt. Die Spieler müssen das auch verstehen. Wir verbringen sehr viel Zeit zusammen – nicht nur mit Kaffee trinken“, sagt der Kaffeeliebhaber lachend. Die runderneurte Mannschaft befindet sich in einem spannenden Entwicklungsprozess. Würzburg ist mit 6:6 Punkten in die Saison gestartet und hat den amtierenden Meister Kornwestheim mit 37:36 bezwungen, ersatzgeschwächt zuletzt aber zwei bittere Niederlagen beim TSV Neuhausen/Filder (38:39) sowie gegen Aufsteiger SG Regensburg (31:33) kassiert. Ein Grund, den eingeschlagenen Weg infrage zu stellen, sei das aber nicht. Neue Philosophie, neues System, neue Arbeitskonzepte – Oprea verlangt seinen Spielern wie schon damals in Gmünd einiges ab.

Es ist ein Wiedersehen, auf das Dragos Oprea mit großer Vorfreude blickt. Dass er dem TSB Gmünd in der 3. Liga gegenüberstehen würde, war bei seinem Abschied vor vier Jahren als Tabellenfünfter der Oberliga nicht abzusehen. „Damals war der TSB vielleicht noch nicht bereit für diesen Schritt“, sagt der 44-Jährige und verweist darauf, dass sich der Neuling seinen Respekt bereits verdient hat: „Ich verfolge das sehr viel und gerne und bin mir sicher, dass Gmünd noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist.“ Acht Spieler aus Opreas Zeit sind noch heute an Bord, angeführt vom damaligen Spielmacher und heutigen Trainer Aaron Fröhlich. Für dessen Arbeit Oprea nur ein Wort findet: Hochachtung.
Für den langjährigen Bundesligaspieler war Gmünd ein Sprungbrett. Nach zwei Jahren war er zum Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim gewechselt, musste dort allerdings noch vor Saisonende gehen. Anschließend übernahm er die U19 des TVB Stuttgart, hospitierte parallel bei Bundesliga-Trainer Misha Kaufmann und erwarb die A-Trainerlizenz. Ein Prozess, der ihm einiges abverlangte, auf den er aber stolz ist. Dazu gehört auch eine Erkenntnis, die er heute seinen Spielern vermittelt: „Wichtig ist, was ich von meinen Spielern auch verlange: Fehler darf und soll man machen, nur nicht die gleichen Fehler wiederholen.“
200 Kilometer zwischen Trainerjob und Familie
Nachdem sich die Wölfe Würzburg überraschend von Trainer Heiko Karrer getrennt hatten, übernahm Oprea am 1. Juli das Kommando am Main. Er habe Angebote aus der Schweiz, Österreich und Deutschland gehabt, erzählt er – teilweise auch finanziell durchaus attraktiv. Doch für den nächsten Karriereschritt musste für ihn mehr stimmen als das Gehalt. Würzburg will sich sportlich und strukturell weiterentwickeln, bietet professionelle Trainingsbedingungen und ist auch im medizinischen Bereich gut aufgestellt. Für den ambitionierten Trainer ist es eine Aufgabe, in der er sich entfalten und seine Ideen umsetzen kann.

Wenngleich die neue Aufgabe auch einen persönlichen Einschnitt bedeutet. Erstmals ist Oprea knapp 200 Kilometer entfernt von seiner Frau Katja und Sohn Loui in Göppingen. „Wichtig ist, dass sie dahinterstehen und meine Ziele unterstützen“, sagt Familienmensch Oprea, der parallel immer noch für die Deutsche Kinderhandball Akademie in der Organisation von Trainingscamps tätig ist. Ich war drei, vier Wochen am Stück gar nicht zu Hause, weil ich hier präsent sein und den gesamten Verein voranbringen möchte.“
Ein Neuaufbau mit hohen Ansprüchen
„Der Verein will wieder dahin, wo er schon mal war und wo er vom Gesamtpaket auch hingehört“, erklärt Oprea. Von 2013 bis 2023 spielte Würzburg, damals noch unter dem Namen DJK Rimpar, in der 2. Bundesliga. Der Weg zurück ins Unterhaus ist allerdings kein kurzfristiges Versprechen. Zunächst muss die Mannschaft zusammenwachsen. Neben Neuzugängen setzt Oprea auf die bessere Verzahnung mit der Zweiten und die Integration junger Spieler. „Es bringt nichts, wenn sich nur der Trainer bewegt. Die Spieler müssen das auch verstehen. Wir verbringen sehr viel Zeit zusammen – nicht nur mit Kaffee trinken“, sagt der Kaffeeliebhaber lachend. Die runderneurte Mannschaft befindet sich in einem spannenden Entwicklungsprozess. Würzburg ist mit 6:6 Punkten in die Saison gestartet und hat den amtierenden Meister Kornwestheim mit 37:36 bezwungen, ersatzgeschwächt zuletzt aber zwei bittere Niederlagen beim TSV Neuhausen/Filder (38:39) sowie gegen Aufsteiger SG Regensburg (31:33) kassiert. Ein Grund, den eingeschlagenen Weg infrage zu stellen, sei das aber nicht. Neue Philosophie, neues System, neue Arbeitskonzepte – Oprea verlangt seinen Spielern wie schon damals in Gmünd einiges ab.
Die Rahmenbedingungen unterstreichen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Clubs. Während die Gmünder Amateure an drei Abenden pro Woche trainieren, arbeiten die Wölfe täglich und teilweise zweimal am Tag. Ein Duell zwischen David und Goliath? Oprea möchte es nicht so formulieren, räumt aber ein: „Von den Gegebenheiten könnte man das natürlich so unterstreichen.“ Zugleich warnt er seine Mannschaft eindringlich davor, den Aufsteiger zu unterschätzen. Bereits beim Frühtraining am Dienstag machte er deutlich, was er erwartet: „Wenn hier jemand denkt, es wird einfach am Sonntag, dann haben wir große Probleme.“ Oprea hat die Partien des TSB genau analysiert und dabei eine Mannschaft gesehen, die mit großer taktischer Variabilität auftritt. Den Klassenerhalt traut er den Jets ausdrücklich zu. Doch am Sonntag wird aus aller Wiedersehensfreude sportlicher Ernst. „Für uns zählt nichts anderes als ein Sieg – und dazu dürfen wir Gmünd keine Möglichkeit zum Schnuppern lassen, weil sie sonst gefährlich sind.“

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Wölfe Würzburg, TSB-Archiv)

(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Wölfe Würzburg, TSB-Archiv)







































